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Die Finanzmarktkrise und Ihre Auswirkungen

Eine Chronologie

Vorwort:
Die Finanzkrise ab 2007 ist eine globale Banken- und Finanzkrise als Teil der Weltwirtschaftskrise ab 2007, die im Sommer 2007 als US-Immobilienkrise (auch Subprimekrise) begann. Die Krise war unter anderem Folge eines spekulativ aufgeblähten Immobilienmarkts (Immobilienblase) in den USA.
Als Beginn der Finanzkrise wird der 9. August 2007 festgemacht, denn an diesem Tag stiegen die Zinsen für Interbankfinanzkredite sprunghaft an. Auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Spanien, brachte das Platzen einer Immobilienblase Banken in Bedrängnis. Die Krise äußerte sich weltweit zunächst in Verlusten und Insolvenzen bei Unternehmen der Finanzbranche.
Ihren vorläufigen Höhepunkt hatte die Krise im Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers im September 2008. Die Finanzkrise veranlasste mehrere Staaten, große Finanzdienstleister (unter anderem American International Group, Fannie Mae, Freddie Mac, UBS und die Commerzbank) durch riesige staatliche Fremdkapital- und Eigenkapitalspritzen am Leben zu erhalten. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzkrise_ab_2007)



17.10.2013
Den USA droht die Zahlungsunfähigkeit

Den USA droht die Zahlungsunfähigkeit. Hunderttausende Staatsbedienstete wurden in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Das Schuldenlimit von 16,7 Billionen Dollar wurde in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober 2013 soweit angehoben, dass eine Staatspleite vorerst verhindert werden konnte. Der Entscheidung ging ein 14-tägiger Machtkampf zwischen den Demokraten und Republikanern voraus.



28.06.2013
Sparer zahlen zukünftig für Bankenrettung!

Schneller als erwartet, hat sich das EU-Parlament am 26. Juni 2013 darauf verständigt, dass bei einer zukünftigen Banken-Schieflage auch Sparer zur Kasse gebeten werden. Nur wenige Monate nach dem "Testballon Zypern" wurde die Ankündigung war. Damals bezeichneten führende EU-Politiker das Vorgehen in Zypern als "einen gangbaren Weg für ganz Europa". Nachdem Ausschreitungen und Aufstände nach dem "staatlichen Bankraub" ausblieben und man gesehen hat, dass man Sparer ohne weiteres ihres Geldes entledigen kann, baut die EU die Voraussetzungen für ein solches Vorgehen weiter aus.

Auszahlungen aus Lebens- und Rentenversicherungen können verboten werden! Genau so wird es auch bei Versicherungen in Deutschland eintreten, wofür man bereits im Jahr 2010 durch den §89 VAG die Voraussetzungen geschaffen hat. Auszahlungen aus Lebens- und Rentenversicherungen können gesperrt, Beiträge als Pflichtbeiträge erhoben und Versicherungsleistungen herabgesetzt werden:
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10.02.2009
Island gegen Entschädigung für deutsche Kaupthing-Kunden

Berlin (Reuters) - Islands Präsident hat sich gegen eine Entschädigung deutscher Sparer durch die Kaupthing-Bank ausgesprochen.
"Die Deutschen müssen begreifen, dass die Menschen in Island alles verloren haben", sagte Olafur Ragnar Grimsson der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. Es sei daher den isländischen Steuerzahlern nicht zu vermitteln, dass sie jetzt auch noch für die Verluste deutscher Sparer aufkommen müssten. Ausländische Anlegern könnten nicht erwarten, dass Island die ganze Last der Finanzkrise trage. Verantwortlich für den Bankencrash sei vielmehr das europäische Bankensystem.
Die deutsche Kaupthing-Niederlassung hatte nach früheren Angaben der deutschen Finanzaufsicht BaFin 30.800 deutsche Kunden mit Einlagen von insgesamt etwa 300 Millionen Euro. Die Bank wurde von der isländischen Regierung verstaatlicht. Noch kurz zuvor hatte die deutsche Kauphting-Tochter mit besonders hohen Zinsen für Tagesgeld geworben. (Quelle: Reuters)



05.02.2009
Deutscher Industrie brechen in Rekordtempo Aufträge weg

Die weltweite Wirtschaftskrise zieht die deutsche Industrie immer tiefer in den Abwärtsstrudel. Wegen der schrumpfenden Auslandsnachfrage musste sie im Dezember das größte Auftragsminus seit der Wiedervereinigung hinnehmen. Die Bestellungen sanken saisonbereinigt um 27,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Nach Angaben der Bundesbank war dies der kräftigste Einbruch seit Beginn der Datenerhebung 1991. "Der Rückgang der Bestelltätigkeit setzt sich in unvermindertem Tempo fort", schrieb das Ministerium. (Quelle: Reuters)



04.02.2009
Autoabsatz in den USA fällt auf 27-Jahres-Tief

Detroit (Reuters) - Die seit Monaten anhaltende Talfahrt der Autobranche auf dem weltgrößten Absatzmarkt USA geht ungebremst weiter. Amerikanische, japanische und deutsche Autobauer meldeten für Januar erneut dramatische Einbrüche bei den Verkaufszahlen, die auf den tiefsten Stand seit fast 30 Jahren fielen. Die strauchelnden Autobauer Chrysler und General Motors traf es mit einem Absatzrückgang von 55 Prozent beziehungsweise 49 Prozent am schlimmsten. Der zweitgrößte US-Hersteller Ford verkaufte nach bereinigten Zahlen 40 Prozent weniger Fahrzeuge. (Qhelle: Reuters)



30.01.2009
US-Wirtschaft bricht ein wie seit Jahrzehnten nicht mehr

Die US-Konjunktur ist Ende 2008 so stark eingebrochen wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr.



23.01.2009
Britische Wirtschaft rutscht in tiefe Rezession

London (Reuters) - Großbritannien steckt erstmals seit 1991 in einer tiefen Rezession. Ende 2008 schrumpfte die Wirtschaft um 1,5 Prozent und damit so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr, wie das nationale Statistikamt am Freitag mitteilte. (Quelle: Reuters)



21.01.2009
SoFFin-Chefverwalter Merl zieht sich zurück

Berlin/Frankfurt (Reuters) - Der Chef-Verwalter des Banken-Rettungsfonds SoFFin zieht sich zurück. Im seinem Umfeld hieß es, der massive Einfluss der Politik bei Beschlüssen des SoFFin hätten Merl frustriert. "Er hat sich den Job anders vorgestellt", sagte ein Vertrauter. Der Entscheidungsspielraum für den Leitungsausschuss sei minimal, da wichtige Beschlüsse vom Lenkungsausschuss getroffen würden, in dem vor allem Vertreter der Ministerien und des Bundeskanzleramts sitzen. Sie entscheiden laut Gesetz über die Genehmigung von Hilfen für Banken, während der Leitungsausschuss den vor drei Monaten ins Leben gerufenen Fonds verwaltet. (Quelle: Reuters)



19.01.2009
Dänemark legt Hilfsprogramm für Banken auf

Kopenhagen (Reuters) - Dänemark hat ein gut 13 Milliarden Euro schweres Hilfsprogramm für die Bankenbranche aufgelegt. Im Kampf gegen die Wirtschaftsflaute biete der Staat den Instituten Finanzspritzen an, um die eingefrorene Kreditvergabe an Verbraucher und Unternehmen wieder in Gang kommen, sagte Wirtschaftsministerin Lene Espersen am Sonntag. Wenn alle Banken ihren Anteil an den Hilfen ausschöpften, belaufe sich das Paket auf 100 Milliarden Kronen. Der Staat strebe im Schnitt eine jährliche Verzinsung von zehn Prozent auf die Hilfen an. Anträge könnten bis Ende Juni gestellt werden. (Quelle: Reuters)



19.01.2009
Royal Bank of Scotland vor Rekordverlust

London (Reuters) - Die in der Finanzkrise unter Druck geratene Royal Bank of Scotland steht einem Zeitungsbericht zufolge vor Verlusten und Abschreibungen über bis zu 25 Milliarden Pfund. Noch am Montag wolle die einst zweitgrößte britische Bank diese ausweisen, berichtete der "Daily Telegraph". Darin enthalten seien ein Verlust von sieben Milliarden Pfund (rund 7,8 Milliarden Euro) wegen fauler Kredite für 2008 und Goodwill-Abschreibungen zwischen 15 und 20 Milliarden Pfund im Zusammenhang mit der Übernahme von Teilen der niederländischen Bank ABN Amro im Jahr 2007. Das Blatt sprach von dem größten Verlust eines Unternehmens in der britischen Geschichte. Die Bank wollte sich nicht dazu äußern. (Quelle: Reuters)



07.01.2009
LyondellBasell stellt Antrag auf Gläubigerschutz in USA

New York (Reuters) - Der weltweit drittgrößte Petrochemiekonzern LyondellBasell ist unter seiner milliardenschweren Schuldenlast zusammengebrochen. Der unter einer wegbrechenden Nachfrage leidende Konzern stellte in den USA Antrag auf Gläubigerschutz. Der Schritt betreffe die Geschäftsaktivitäten in den USA sowie die europäische Holding Basell Germany Holdings GmbH, teilte LyondellBasell am Dienstagabend mit. (Quelle: Reuters)



16.12.2008
Wirtschaft in Euro-Zone setzt rasante Talfahrt fort

Die Privatwirtschaft in der Euro-Zone steuert immer tiefer in die Krise. Die Geschäfte der Industrie wie auch der Dienstleister schrumpften im Dezember im Rekordtempo, wie aus der am Dienstag vorgelegten Umfrage des Londoner Forschungsinstitut Markit unter Tausenden Einkaufsmanagern hervorgeht. Der Abschwung schlägt mehr und mehr auf den Arbeitsmarkt durch: Die Industrie baute so viele Stellen ab wie noch nie seit Umfragebeginn - auch in Deutschland. (Quelle: Reuters)



10.12.2008
Allianz Leben zahlt ihren Kunden 2009 weniger Zinsen

Die Kunden der Allianz Leben bekommen im nächsten Jahr weniger Zinsen auf ihre angesparten Lebensversicherungsbeiträge. Grund für die geringere Gesamtverzinsung ist der Kurssturz an den weltweiten Börsen. Da Versicherungskonzerne einen Teil der Prämieneinnahmen an den Aktienmärkten anlegen, mussten sie in den vergangenen Monaten teils hohe Abschreibungen auf die gekauften Papiere vornehmen. (Quelle: Reuters)



05.12.2008
Spaniens Industrieproduktion eingebrochen wie noch nie

Wegen der immer tieferen Rezession in Spanien hat die Industrie ihre Produktion gedrosselt wie noch nie. Die Fertigung ging im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um fast 13 Prozent zurück, wie das Nationale Statistikamt in Madrid am Freitag mitteilte. Experten sehen den drastischen Einbruch bei der Produktion als Hinweis, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone 2009 in die schwerste Wirtschaftskrise seit 50 Jahren steuern wird. "Derart schlechte Zahlen weist meines Wissens nach kein anderes Land auf", sagte Ökonom Dominic Bryant von der Großbank BNP Paribas. Er geht davon aus, dass Spaniens Wirtschaft nächstes Jahr um mehr als 1,8 Prozent schrumpfen wird. Bei Autos und Haushaltsgütern drosselten die Hersteller die Produktion besonders stark. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Fertigung um mehr als ein Fünftel zurückgefahren.
Auch die Produktion von Investitionsgütern ging um fast 14 Prozent zurück. Die Firmen streichen angesichts der Krise derzeit ihre Investitionspläne rigoros zusammen und bauen massiv Arbeitsplätze ab, um die Kosten zu drücken. Woche für Woche gehen im Abschwung in Spanien 40.000 Stellen verloren. Spaniens Aufschwung wurde jahrelang maßgeblich vom Bausektor getragen. Wegen der Immobilien- und Finanzkrise ist diese Wachstumssäule nun weggebrochen. Auch das Tourismusgeschäft läuft nicht mehr so gut wie früher. (Quelle: Reuters)



04.12.2009
EBZ - 2009 wird ein rabenschwarzes Jahr

Brüssel/Frankfurt (Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) kämpft mit der größten Zinssenkung ihrer Geschichte gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise. Wie die EZB am Donnerstag mitteilte, sinkt der Leitzins um 75 Basispunkte auf 2,5 Prozent. So niedrig lag der Schlüsselzins für die Refinanzierung der Banken bei der EZB zuletzt im Frühsommer 2006. Die EZB hat den Leitzins noch nie in ihrer zehnjährigen Geschichte so stark bewegt. Üblich waren seit Einführung des Euro bislang Schritte von 25 oder maximal 50 Basispunkten.
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet begründete den kräftigen Zinsschritt nach der Sitzung der nationalen Notenbankchefs der Euro-Länder und der Führungsspitze der EZB in Brüssel mit der sich verschlimmernden Wirtschaftslage. Der Beschluss sei im EZB-Rat einstimmig erfolgt, da die Entspannung bei der Teuerung anhalte, die Risiken für die Konjunktur aber weiter zugenommen hätten. Er habe zwar Grund zu der Annahme, dass sich die Wirtschaft wieder erholen werde. 2009 werde aber insgesamt negativ gesehen. Zur weiteren Zinspolitik hielt sich Trichet jedoch bedeckt. (Quelle: Reuters)



27.11.2008
China fürchtet Unruhen wegen Wirtschaftsflaute

Peking/Shanghai (Reuters) - Die chinesische Regierung fürchtet angesichts der Wirtschaftsflaute eine höhere Arbeitslosigkeit und soziale Unruhen. Wegen der dramatischen Verschlechterung der globalen Finanz- und Konjunkturlage nehme der Gegenwind für die erfolgsverwöhnte Wirtschaft des Landes zu, erklärte am Donnerstag der führende Wirtschaftsplaner der Volksrepublik, Zhang Ping. Es zeichne sich bereits ab, dass der Abschwung im November an Schärfe zugenommen habe. "Eine überhöhte Zahl von Pleiten und Produktionskürzungen werden zu massiver Arbeitslosigkeit führen und Unruhen schüren", warnte Ping, Chef der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission.
Wie alarmiert die Führung in Peking über die Folgen der Finanzkrise ist, belegte bereits am Mittwoch die kräftigste Zinssenkung seit elf Jahren - Schon die vierte Lockerung der chinesischen Geldpolitik innerhalb von gut zwei Monaten. Anfang November hatte die Regierung zudem ein milliardenschweres Konjunkturprogramm auf den Weg gebracht. Vor allem Exportfirmen stellt die globale Konjunkturflaute vor massive Probleme. Am Dienstag hatten bereits rund 500 Arbeiter vor einer Spielzeugfabrik nahe Hongkong ihrem Ärger über Entlassungen Luft gemacht und Fahrzeuge der Polizei demoliert. (Quelle: Reuters)



21.11.2008
Weltwirtschaft rutscht immer tiefer in die Krise

Trotz aller Bemühungen der Politik und der Notenbanken schlittert die Weltwirtschaft immer tiefer in die Krise. Industrie und Dienstleister in Euroland schrumpften im November so rasant wie noch nie, wie am Freitag veröffentlichte Umfragedaten belegen. Den deutschen Firmen brechen die Aufträge im Rekordtempo weg. Vor diesem Hintergrund rechnet die Bundesbank offenbar 2009 mit dem stärksten Einbruch der Wirtschaft seit Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949. Die EZB will sich mit Zinssenkungen gegen die Krise stemmen.
Auch in den USA bleibt die Lage heikel, obwohl die Währungshüter dort die Konjunktur kräftig gestützt haben. Die wankenden Autoriesen GM, Ford und Chrysler blitzten mit ihrer Bitte um Staatshilfe beim Kongress ab. Auch der Bankensektor kommt nicht zur Ruhe: Die angeschlagene US-Großbank Citigroup erwägt offenbar eine Fusion. Das Ausmaß der Krise in den Euroländern machen die Einkaufsmanagerindizes deutlich, die auf neue Tiefststände fielen. Besonders dramatisch sieht es in der Industrie aus, wo sich die Auftragsbücher nach Angaben des Forschungsinstituts Markit in Rekordtempo leerten.
Experten sprachen von katastrophalen Zahlen. "Wer noch nicht begriffen hat, dass wir in einer Weltrezession stecken, muss jetzt aufwachen", sagte DekaBank-Experte Sebastian Wanke. Die EZB müsse nun kräftig die Zinsen senken, um den Abschwung abzufedern. (Quelle: Reuters)



06.11.2008
Industrie mit stärkstem Auftragseinbruch seit 1991

Der deutschen Industrie brechen die Aufträge wegen der Finanzkrise in Rekordgeschwindigkeit weg. Analysten werteten die Auftragslage als Signal dafür, dass die Finanzkrise in der Realwirtschaft angekommen ist. (Quelle: Reuters)



31.10.2008
Kaupthing Bank zahlungsunfähig

6,1 % , fest für zwölf Monate - ohne Risiko. So lautete das Angebot der isländischen Kauphting Bank. So ganz ohne Risiko war´s dann doch nicht, aber wer rechnet schon damit dass eine Bank pleite gehen kann? Am 9. Oktober 2008 wurde die Kaupthing Bank unter staatliche Kontrolle gestellt. Gleichzeitig stellte die Bank alle Auszahlungen an ihre Kunden ein. Am 31. Oktober stellte die isländische Finanzaufsicht FME die Zahlungsunfähigkeit der Kaupthing Bank fest. (Quelle: Focus.de & http://de.wikipedia.org/wiki/Kaupthing_Bank)



24.10.2008
Gewinnwarnungswelle lässt Aktienmärkte abstürzen

Frankfurt (Reuters) - Eine Welle von Gewinnwarnungen großer Konzerne hat die Aktienkurse am Freitag rund um den Globus abstürzen lassen. Die Börsen seien beherrscht von der Angst vor einer weltweit schrumpfenden Wirtschaft, sagten Händler. Sony, Renault, Peugeot und Volvo äußerten sich düster über ihre Geschäftsaussichten. "Es gibt einfach nichts Positives", stöhnte ein Händler. "So langsam verbreitet sich Fassungslosigkeit", sagte ein anderer Börsianer.
Bis Freitagmittag rauschte der Dax um elf Prozent auf 4017 Punkte in die Tiefe und notierte damit so tief wie seit vier Jahren nicht mehr. Kein einziger der 30 Titel in dem Index lag weniger als fünf Prozent im Minus. Im Laufe des Monats hat der Dax damit knapp 30 Prozent eingebüßt - das ist der schlechteste Monat für den Index in seiner Geschichte. (Quelle: Reuters)



22.10.2008
BayernLB braucht Milliarden vom Bund und Eigentümern

Im dritten Quartal hat die BayernLB nach vorläufigen Zahlen einen Verlust von rund einer Milliarde Euro hinnehmen müssen. Die Gesamtlasten aus der Finanzkrise belaufen sich auf fünf Milliarden Euro. Die BayernLB ist die erste Bank, die den Rettungsfonds des Bundes anzapft. Dafür nimmt die Bank 5,4 Milliarden Euro in Anspruch. Damit ist der Bund voraussichtlich neuer Eigentümer der Bank.

In Island steht das Bankensystem vor dem Kollaps. Die Kredite der BayernLB haben dort ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte davon droht auszufallen. (Quelle: Reuters)



10.10.2008
Weltuntergangsstimmung an den Börsen weltweit

DAX bricht um 10 % ein. Analysten spielen alle Szenarien durch. Vom Weltuntergang bis zur globalen Rezession. Zuvor sind an der Wall Street die wichtigsten Indizes auf die tiefsten Stände seit 5 Jahren gefallen. Die Tokioer Börse verbuchte zeitweilig ihren größten Verlust seit 20 Jahren. Einen Schock löste der Zusammenbruch des japanischen Versicherers Yamato Life aus. Der Aktienmarkt in Australien brach so stark wie seit 16 Jahren ein. (Quelle: Reuters)



15.09.2008
Lehman Brothers Inc. musste Insolvenz anmelden

Im Zuge der Finanzmarktkrise musste die Bank zunächst 3,3 Milliarden US-Dollar abschreiben. Nach mehrmaligen Kapitalerhöhungen und Verkäufen kam am 15.09.2008 aber dennoch das Aus für die viertgrößte Investmentbank der USA. Nachdem die amerikanische Regierung drei große Banken (Bear Stearns, Fannie Mae und Freddie Mac) mit Milliarden Dollar gestützt hatte, war der politische Druck, weitere Banken nicht aufzufangen, so groß geworden, dass der damalige amerikanische Finanzminister Henry Paulson (Gegenspieler des Lehman-Vorstandsvorsitzenden Richard Fuld) nach der Absage der englischen Barclays-Bank, sich an Lehman zu beteiligen, keine weitere Unterstützung bereitstellte, was - entgegen dem bisherigen Grundsatz "too big to fail" - zur Insolvenz von Lehman Brothers führte. Diese Entscheidung löste weltweit große Turbulenzen an den Börsen aus.

Die Lehman Brothers Inc. war eine US-amerikanische Investmentbank mit Hauptsitz in New York, die am 15. September 2008 infolge der Finanzkrise Insolvenz beantragen musste. Im Jahr 2007 beschäftigte die Bank weltweit 28.600 Angestellte. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lehman_Brothers)



13.07. 2008
Fannie Mae zahlungsunfähig

Durch einen Verlust von über 77 Milliarden US-Dollar in den Jahren 2008/ 2009 musste die Bank Staatshilfen in Anspruch nehmen. Fannie Mae ist ein staatlich gefördertes Unternehmen, welches 1938 als staatseigene Bank gegründet und 1968 privatisiert wurde. Es handelt sich um eine reine Hypothekenbank und das weltweit größte Institut in dieser Sparte. Als staatsnahes Unternehmen erhält Fannie Mae erstklassige Bonitätsbewertungen von Ratingagenturen und kann sich so zu einem günstigeren Zins refinanzieren als andere Banken.

Zusammen mit Freddie Mac, der zweitgrößten, ebenfalls staatlich geförderten Hypothekenbank der USA, hat sie zur Finanzierung der Hypotheken Anleihen im Wert von 2,4 Billionen Dollar ausgegeben, wodurch sie zu den größten Schuldnern weltweit gehört. Aufgrund des Immobilienbooms, der in den USA nun schon seit Mitte der neunziger Jahre anhielt, sehen die Finanzmärkte zunehmend die Gefahr, dass bei einem Rückgang der Immobilienpreise Fannie Mae in ernsthafte Probleme geraten könnte, was angesichts der Höhe der Schulden zu weltweiten Turbulenzen auf den Finanzmärkten führen könnte.

Freddie Mac kauf Hypothekenkredite von Banken, fasst diese Kredite zusammen und bringt diese als "Mortgage Backed Securities" auf den Kapitalmarkt. Es handelt sich um die zweitgrößte Hypothekenbank der Vereinigten Staaten. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fannie_Mae)

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