Magru Finanzservice - kompetent, individuell und produktunabhängig beraten in Beteiligungen

Offene Immobilienfonds

...teilweise seit 9 Jahren vom Handel ausgesetzt

« Zurück zur Informationsübersicht


Über 30 Milliarden Anlagegelder waren insgesamt blockiert. Von 2008 bis 2016 hat sich niemand mehr für offene Immobilienfonds interessiert. Investierte Anleger waren schockiert. Hatten Sie doch in eine vermeintlich "sichere Anlage" investiert.


Was war geschehen?
Infolge der Krise der offenen Immobilienfonds wurden die meisten dieser Produkte geschlossen und teilweise abgewickelt. In der Regel mit erheblichen Verlusten!

Mit Beginn der Subprime-Krise / Immobilienkrise in den USA und daraus heutigen Finanzmarktkrise, hat sich die Welt für Anleger komplett verändert. Vor 2008 gab es nichts sichereres als eine Bank und vor "geschlossenen Fonds" musste man sich in Acht nehmen. Nach 2008 gingen plötzlich Banken pleite und geschlossene Fonds gibt es seit 2013 nicht mehr. So sind auch inzwischen offene Immobilienfonds, die 30 Jahre für eine "sichere Anlage" standen, eher Problem als Segen.


Aussetzung der Rücknahme bei offenen Immobilienfonds:
Hier spielten mehrere Faktoren zusammen. Die Lehman-Brother-Pleite löste eine Welle von Panikverkäufen aus. Anleger verkauften Aktienfonds, um sich vor drohenden Kursverlusten zu schützen. Nach Ende der Krise am Neuen Markt, waren sog. Mischfonds populär geworden. Diese enthielten neben Aktien- auch vermeintlich sichere Immobilienfondsanteile. Da Anleger diese Anlageklassen (Immobilien bzw. Aktien) nicht getrennt voneinander veräußern konnten, wurden auch viele Immobilienfondsanteile zurückgegeben. Investmenthäuser erhielten mehr Verkaufsaufträge, als sie Rücklagen hatten und gerieten massiv unter Druck.

Das vermutlich noch größere Problem lag im Mittelabfluss der institutionellen Investoren, wie Versicherungen, Pensionskassen und Staatsfonds. Während der Börsencrashs 2000 bis 2003 und 2007 bis 2009 floss den Immobilienfonds jede Menge Geld zu. Der große Mittelzufluss konnte von den Fonds aber nicht einfach mal so angelegt werden, da es lukrative Immobilien nicht an jeder Ecke gibt. Es kam bei den Immobilienfonds zu einem Investitionsstau. Fonds investierten das Geld in Geldmarktfonds, eigentlich eine sichere, kurzfristige Möglichkeit, Geld zu parken. Der bis dahin als sicher geltende Geldmarkt wurde in Folge der Lehman-Pleite plötzlich brandgefährlich. Der Wert der in diesem Segment gehandelten ABS-Papiere ( Asset backed Securities) war "über Nacht" völlig unklar und der Totalverlust drohte. Den Profis bei den institutionellen Anlegern war sofort klar, dass die Immobilienfonds mit ihren großen Beständen an Geldmarktanlagen nervös tickende Zeitbomben sein könnten. Nichts wie raus hieß die Devise. Und zwar sofort! Von einem Tag auf den anderen wurden besonders den bis dahin erfolgreichen und beliebten offenen Immobilienfonds jeweils mehrere hundert Millionen Euro entzogen. Immer mehr Anleger schlossen sich diesem Trend an und bald waren die vor Kurzem noch so hohen Bestände an Bargeld bei den Fonds aufgebraucht. Da man Immobilien aber nicht so schnell verkaufen kann, wie z.B. Aktien, mussten diese Fonds die Reißleine ziehen und die Rückzahlung von Anlegergeldern aussetzen. Im Fachjargon heißt das dann "Aussetzung der Rücknahme von Anteilen".

Konkret bedeutet dies, dass Anleger weder eine Auszahlung von regelmäßigen Entnahmen erhalten, noch können Sie das Geld entnehmen. Bis heute gibt es noch gesperrte Immobilienfonds. Es gibt also Kunden, die seit 9 Jahren nicht mehr an ihr Geld ran kommen!


Fazit:
Anleger von offenen Immobilienfonds trifft generell ein Aussetzungsrisiko. Die Aussetzung ist nach wie vor über den § 81 Abs. 1 Investmentgesetz (InvG) geregelt. Wir befinden uns immer noch in der Finanzmarktkrise. Banken und Versicherungen haben nach wie vor riesige Probleme. Anleger müssen damit rechnen, dass es wieder zu einer Aussetzung der Rücknahme kommt und setzen mit einer Investition in offene Immobilienfonds ihr eingesetztes Vermögen auf´s Spiel.


Geschlossene Fonds:
Das Produktsegment "geschlossene Fonds" ist ein Relikt aus der Vergangenheit. Es ist sehr negativ behaftet, da es sich um ein Segment des "grauen Kapitalmarktes" handelte, also keinerlei staatliche Kontrolle. Der Ruf ist berechtigt. Viele dieser Angebote haben Anlegern Verluste beschert. Fairerweise muss man aber sagen, dass es auch in diesem Segment seriöse und gute Anbieter gab - wenn auch sehr wenige.


AIFM-Richtlinie:
Im Jahr 2013 verschwanden die geschlossenen Fonds vom Markt. Die G-20 Staaten verständigten sich, nach Beginn der Finanzmarktkrise, darauf, zukünftig keinen Finanzmarktakteur mehr unkontrolliert zu lassen. Von den ehemalig 400 Anbietern blieben nur noch 5 % übrig. Stand 2016 gab es etwa 20 Zulassungen nach AIFM. Dieses neue Gesetz ist dem Verbraucher kaum bekannt, stellt aber inzwischen die höchsten Verbraucherschutzgesetze am Kapitalmarkt dar. Anlagegelder dürfen seither nur noch von einer Depotbank verwahrt werden, die für die Gelder der Anleger haftet. Vor Freigabe müssen entsprechende Gutachten von der Bank in Auftrag gegeben werden. Gutachten dürfen nur noch von einem BaFin-zugelassenen und zertifizierten Gutachter erstellt werden. Lesen Sie mehr zur AIFM-Richtlinie unter folgendem Link: http://www.gerhard-schwalb.de/investment-beratung/aifm-richtlinie.html


Marktführerstrategie:
Es hat sich bewährt, sich an die Marktführer zu halten . Unternehmen, die seit über 40 Jahren auf eine 100-prozentige, positive Leistungsbilanz zurückblicken können. Top Investmenthäuser, die bis zu 75 % ihrer Fonds bereits aufgelöst haben und das Geld mit eine beeindruckenden Rendite an die Anleger zurückbezahlt haben. Mit den Marktführern zum Anlageerfolg!


Für noch tiefergehende Informationen klicken Sie auf folgende Links:
Finanzdeutsch.de - Offene Immobilienfonds. Drama ohne (glückliches) Ende?
Berliner Zeitung - Keine Anteils-Rückgabe: Anleger kommen nicht an ihr Geld! Immobilienfonds bleiben eingefroren...
Handelsblatt - 30 Milliarden Anlagegelder blockiert!



Ihr unabhängiger Finanzberater Gerhard Schwalb Bei Interesse oder Fragen rufen Sie mich einfach unverbindlich an.
Telefon: 08102 / 72 92 49
Mobil: 0173 / 579 49 65
Zurück zur Hauptseite von Gerhard Schwalb Immobilien- & Finanzmanagement