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Zypern-Krise

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Eurokrise:
Die Eurokrise ist eine seit 2008 andauernde Krise innerhalb der Eurozone. Dabei handelt es sich um eine multiple Krise, die Aspekte einer Staatsschuldenkrise, Bankenkrise und einer Wirtschaftskrise aufweist.


Zypern-Krise:
Der Präzedenzfall für künftige Bankrettungen: Neu an den Rettungsmaßnahmen war, dass nun erstmals Kunden von insolventen Banken mit in deren Rettung einbezogen werden. Die EU spricht zwar von einem Sonderfall, dennoch wird es bei künftigen Bankenrettungen innerhalb der EU nahezu undenkbar, diese noch mit dem Einsatz von Steuergeldern zu rechtfertigen.


Beispiel Bank of Cyprus. Enteignungsquote 47,5 Prozent:
Um die finanzielle Basis der Bank of Cyprus zu stärken, wurden Guthaben zu jeweils 47,5 Prozent in Aktienkapital umgewandelt und floss damit 1:1 von den Sparkonten der Kunden auf das Konto der Bank. Damit hat man die Kernkapitalquote der Bank auf 12 Prozent erhöht. Dies liegt über den Mindestanforderungen.

Ende März 2013 hatte Zypern mit den internationalen Kreditgebern, der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbart, die Kunden der Banken zu deren Rettung heranzuziehen. Daneben muss das Land seine Staatsfinanzen in Ordnung bringen. Im Gegenzug erhält Zypern zehn Milliarden Euro Hilfskredite. Der Inselstaat war wegen seines überdimensionierten Finanzsektors und einer geplatzten Kreditblase in die Krise geraten.

Fünf Jahre lang hat die Bankenwelt die Staaten der USA und Europas ausgesaugt. Nun ist kein Geld mehr da. Ist aber nicht so schlimm, denn die Bürger haben noch genug Geld. Genau nach diesem Motto hat man einen Testballon in Zypern gestartet. Was passiert eigentlich, wenn man die Bürger direkt enteignet? Ist doch mühsam, erst Steuern zu erhöhen um anschließend das Geld an die Banken zu überweisen. Das geht doch direkt viel schneller. Ein Tabubruch mitten in Europa. Ich kann mich noch an die ersten Aussagen verwunderter Kunden erinnern: "Du kannst doch Zypern nicht mit Deutschland vergleichen süß!" Es war ausgerechnet der deutsche Finanzminister, Wolfgang Scheuble der die Kleinsparer in Zypern mit 40 % enteignen wollte! Die Zyprioten hat man also schon mal enteignet. Was ist passiert? Nichts! Also, so die Meinung der Verantwortlichen, ist das ein gangbarer Weg für ganz Europa. Und so wird es geschehen.


Sparer zahlen zukünftig für Bankenrettung!
Schneller als erwartet, hat sich das EU-Parlament am 26. Juni 2013 darauf verständigt, dass bei einer zukünftigen Banken-Schieflage auch Sparer zur Kasse gebeten werden. Nur wenige Monate nach dem "Testballon Zypern" wurde die Ankündigung war. Damals bezeichneten führende EU-Politiker das Vorgehen in Zypern als "einen gangbaren Weg für ganz Europa". Nachdem Ausschreitungen und Aufstände nach dem "staatlichen Bankraub" ausblieben und man gesehen hat, dass man Sparer ohne weiteres ihres Geldes entledigen kann, baut die EU die Voraussetzungen für ein solches Vorgehen weiter aus.


"Die Einlagen deutscher Sparer sind sicher".
Merkel gibt Widerstand auf: Deutsche müssen Europas Banken retten (da erinnere ich mich noch an das nette Statement im Fernsehen, als sie verlautete "die Einlagen deutscher Sparer sind sicher". So wie Norbert Blüm einst mit "die Rente ist sicher". Ja, seine schon... hat irgendwie Ähnlichkeit. "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern (Konrad Adenauer)".

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